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14.09.05 Start - DUS-ZUR

        ZUR-BOS

Wetter:  DUS (110  bedeckt); Zürich (?0 bedeckt)

                Boston (290 sonnig sehr schwül und anstregend)

Wir wurden einen Tag vorher über den um 90 Minuten verspäteten Abflug in Zürich informiert. Leider wurden daraus aufgrund von Wartungsarbeiten 150 Minuten.  Dafür hat uns aber der Service an Bord restlos begeistert. Super nette Stewardessen die uns während des Fluges regelmäßig mit Getränken versorgt haben.

Auch der Beamte der Einwanderungsbehörde war gutgelaunt und sehr nett, wollte sogar wissen was wir so in Deutschland machen.  Am Ende hieß es von ihm: "Welcom to the United States!"

Die Dame vom Zoll war ebenso "gut drauf", so dass wir innerhalb von 40 Minuten "drin" waren in den USA. Als wir das klimatisierte Flughafen Gebäude verließen, traf uns die die schwüle Hitze, mit voller Wucht. So etwas haben wir bisher noch nicht erlebt, aber es war sogar noch steigerbar, denn in der Stadt kamen noch Windstille und Autoabgase dazu.

Da das Hotel wirklich gut ist, haben wir hier auch gleich zu Abend gegessen.

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15.09.05 Boston erster Tag

Wetter:  280 und immer noch schwül, Mittags Regen bei gleichbleibender Temperatur

Boston ist die siebtgrößte Stadt der USA, was man der "alten Dame" aber nicht ansieht. Da wir den "berühmeten" Freedom Trail schon zu unserer Hochzeitsreise vor 11 Jahren kennengelernt haben, folgten wir heute einem interessantem Foto aus dem Reiseführer zum Beacon Hill. In den Anfängen Bostons ein Schwarzenviertel mittlerweile eines der teuersten Viertel für "Weiße".

Abends hatte uns der Concierge Karten für das Baseballspiel der Boston Red Sox gegen die Oakland Athletics besorgt.

Tolle Atmosphäre in so einem prallgefüllten Baseballstadion. So etwas gibt es in Europa leider nicht. Ich war im siebten "Baseball"-Himmel. Leider verloren die Red Sox mit 2 zu 6.

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16.09.05 Bosten zweiter Tag

Wetter:  240 und Schauer, nicht mehr so schwül, Nachmittags 20 Min. Sonne und abends sind die hohen Gebäude im Nebel.

Über einen Teil des Freedom Trails ging es zur Waterfront und in Teile des Hafens.

Auch Boston hatte lange einen heruntergekommenen Hafen und eine Innenstadt, aus der die Menschen wegzogen. In den 70er Jahren versuchte man die Wende, indem man historische Geäude, die man bisher dem Verfall preisgegeben hatte, restaurierte und neben Wohnungen auch Bürobauten errichtete.

Einiges gelang nicht auf Anhieb, wie das Regierungszentrum, aber man lernte daraus. Ein großer Wurf ist erst vor kurzem fertiggestellt worden, die große Autobahn (Intertsate) die bisher die Stadt regelrecht teilte, wurde in einen riesigen Tunnel verlegt. Nun hat Boston wieder Platz zum atmen.

Eine andere Massnahme war die Gestaltung der Hafenfront, auch dort existieren nun Wohnen, Arbeiten und Freizeit nebeneinander. Es ist gelungen, alt neben neu, wohnen neben arbeiten anzusiedeln. Damit ist Boston architektonisch sehenswert, wenn auch noch viel gebaut wird.

Natürlich ist noch viel zu tun, mal schauen wie es aussieht, wenn wir irgendwann wiederkommen.

Weiter drausen auf einem Pier liegt ein Restaurant, das im letzten Jahrhundert über Boston hinaus sehr bekannte: Anthonys Pier 4. Die unzähligen Bilder im Eingang des Restaurant  (Liz Taylor, die Kennedys, Nixon, Jack Nicholson usw.) zeugen davon. Diese glanzvollen Zeiten scheinen vorbei zu sein, denn sowohl das Ambiente als auch der Service waren gerademal Duchschnitt. Das Essen wurde allerdings auch gehobenen  Ansprüchen gerecht, wenn auch nicht den höchsten. Auf Deutsch, es war für die USA aussergewöhnlich und das Seafood war lecker.

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17.09.05 Boston- Vermont: Routenkarte

Wetter: 250 und bewölkt, in Vermont Sonne und 230

Heute hies es Mietwagen abholen und ab nach Vermont. Wir hatten einen Chevrolet Equinox bestellt. Ein kleiner Geländewagen für die Freizeit (SUV) mit ausreichend Platz für 2.

Bekommen haben wir einen 7-sitzigen Van "Chevrolet Uplander" mit viel zu viel Platz, also ein kostenloses Upgrade. Einem geschenkten Gaul....

Mit satter Motorisierung, 6 Zylinder 200 PS, ging es aus Boston raus über New Hampshire nach Vermont. Je näher wir unserem Ziel kamen desto schöner wurde es.

Vom Highway aus liegt unser Cottage ca. 3 km über Schotterpiste entfernt auf einem Hügel mit wunderbarem Blick auf die Berge rundum. Absolute Ruhe inklusive.

DIe Abendsonne versüsste uns diesen Anblick noch. Im Cottage war alles vorhanden, was man so braucht und noch viel mehr, so richtig wohnlich.

EIn kurzes Telefonat mit dem Vermieter Jep, der leider bei der Anreise nicht vor Ort war, da er lieber mit seiner Freundin Motorrad fuhr.

Jep empfahl uns auch ein Lokal fürs Dinner. Superklasse französische Küche, 

stimmungsvolles Ambiente, einmaliger Service, wir sind im Himmel angekommen.

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18.08.05 Peru in Vermont / Green Mountains

Wetter: Sonnig mit leichten Wolken 220

Heute war langes Ausschlafen angesagt, auch wenn man eine so tolle Aussicht auf die Landschaft hat.

Ach ja, und dann haben wir unseren Wagen von innen gereinigt. Er war wohl nach dem letzten Mieter nicht gereinigt worden.Dieser und seine Mitgefährten/innen haben darin gehaust wie die  Schweine, erstaunlich wie weit Cola spritzen kann und wo man noch alles Müll verstecken kann.

Irgendwann nachmittags waren wir dann im nächtsgrößeren Ort Manchester zum Einkaufen gelandet. Die Region lebt im Winter von abertausenden von Skitouristen, deshalb haben sich in Manchester Outletstores hochrangiger Modefirmen wie Gucci etc. angesiedelt. Sonntags leider nur bis 5pm geöffnet, da ging das Einkaufen für das Abendessen vor.

Noch während wir das Dinner vorbereiteten, mussten wir mehrfach auf unsere Verande (Deck) hinaus um einen wunderschönen Sonnenuntergang zu bewundern, es war nicht der einzige während wir hier sind.

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19.09.05 Peru in Vermont / Green Mountains

Wetter: Sonnig kaum Wolken 240

Heut ist Wandertag.  

Schon weit im Süden in Alabama, beginnt eine Gebirgskette/ Höhenzug, dessen Ende sich allerdings erst im Nordwesten Neufundlands befindet. die Appalachen. Mit insgesamt  4000 km sind sie einer der längsten Gebirgszüge der Welt.  Der Teil in Vermon wird die Green Mountains genannt.

Die höchsten Berge dieser Kette befinden sich hier (z.B. der Mount Washington mit 1916 m). Demenstprechend ist hier im Winter eine beliebte Skiregion, wie man den Bergen auch (leider) ansehen kann.

Fast den ganzen Höhenzug entlang geht ein Wanderweg, der Appalachian Trail. Allein durch Vermont sind es 35 Tagestouren. Auf diesem Weg gibt es in Vermont zahlreiche vom Green Mountain Club gepflegte Hütten, so dass man den Weg nicht verlassen muss.

Diesen Weg wollten wir auch ein winziges Stückchen gehen. Gesagt getan!

Der Weg ist gut gekennzeichnet und liegt mitten in der Wildnis, idyllisch und ruhig. An einer Bachquerung trafen wir auf ein amerikansiches Pärchen, dass den Sommer in Vermont und den Winter in Kalifornien verbringt, wegen der Sonne. Wir kamen ins Gespräch und waren schnell bei der Politik, denn die beiden können Bush nicht ausstehen ("Bush is evil!"). Sie erkundigten sich auch nach den Wahlen in Deutschalnd und bedauerten uns, da wir nun den gleichen politischen "Zustand" haben wie sie ihn auch in Vermont erleiden müssen.

Die nächste Person die wir trafen setzte uns sehr ins Erstauen, denn es war im prüden USA ein Nacktwanderer. Zunächst unsicher, wie wir reagieren würden grüsste er uns dann lächelnd und liess uns erstaunt zurück.

Das brachte mir eine Bemerkung aus einem Reiseführer in den Kopf, dass Vermont, der Staat an der Ostküste sei, in dem sich andersdenkende und -lebende wohlfühlen, so wie Kalifornien an der Wetsküste. Stimmt, stellte ich fest.

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20.09.05 Peru in Vermont / Green Mountains

Wetter: Heftige Regenschauer vormittags 190; Nachmittags sonnige Abschnitte 230, abends sonnig, zunehmend stürmisch, wolkig

Das Wetter lädt zunächst einmal nur zum Shoppen ein, also sind wir in die nächstgrößere Stadt Rutland gefahren. Leider eine Niete, denn ausser einem simplen Shoppingcenter gab es hier nicht viel zu schauen. Also wieder rein ins Auto und überlegt wohin. Wir waren auf unserer Hochzeitsreise vor 11 Jahre auch schon mal in Vermont, in Killington einem Skiressort in den Bergen. Da es nicht weit weg war machten wir uns auf zu unserem Quatier (The Summit Lodge) und dem Restaurant vom Abendessen (GristMill). Ein fröhliches und auch erstauntes Wiedersehn, denn einiges war fest in der Erinnerung (z.B. die Bernhadiner in der Lodge) anderes wieder ganz entfallen, "so nah lag das Restaurant bei der Lodge???").

Abgesehen von diesen Erinnerungen ist so ein Ort im Herbst genauso "tot" wie vor 11 Jahren.

Also weiter zu einer weiteren Erinnerung, Woodstock. Nein nicht das "Woodstock", aber ein sehr hübscher Ort mit schönen Häusern und interessanten Geschäften. Endlich Shoppen!

Dort ist auch der ältesten General Stores von Vermont "Gillingham & Sons", gegründet 1886 und immer noch im Familienbesitz.. Hier gabe es den ersten Einkauf, Bier aus Vermont, ein echtes Ale. Schmeckt genauso so gut wie in England, muss an den Pint-Gläsern in unserem Cottage gelegen haben ,-)

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21.09.05 Peru in Vermont / Green Mountains

Wetter: .Sonnig mit windigen Böen, 230

Bei dem Wetter ist mal wieder eine Wandertour fällig.

Am Vortag waren wir bei der Rangerstation der Green-Mountains und haben uns Tipps und Karten besorgt. Super nett die Ranger.

Wir haben uns heute für eine Tour in der "Wilderness" am Grout Pond entschieden. Um dorthin zu gelangen sind wir ca 11km Schotterpiste gefahren, die im Winter gesperrt ist bzw. vom 1. Nov bis 1. Juni "nicht gepflegt wird". Für mich heisst das unbefahrbar.

An diesem See hat die Parkverwaltung des "National Forest Green Mountains" einen kleinen Campingplatz eingerichtet, für einige wenige Wohnmobile (RV), Wohnwagen/-anhänger und Zelte. Aber alles ohne Komfort und nur mit Erlaubnis (max 14 Tage lang). Zwar ist ab und zu ein Plumsklo in der Nähe und auch eine Wasserzapfstelle, der Rest muss allerdings selber organisiert werden.

Die Zeltplätze liegen malerisch am See und jeder hat einen großen Abstand zum nächsten. Insgesamt waren es ca. 13-14 Plätze und der See ist groß. Also viel Platz und Ruhe. Sollte man vielleicht auch mal machen?!

Die Wege sind naturbelassen, so dass wir wieder mal über viele Wurzel und Steine oder über Planken (sumpfiger Untergrund) laufen mussten. Auf der ganzen Tour haben wir nur eine Person getroffen und einen tollen Platz am See zum Ausruhen gefunden. Herrlich!!!!

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22.09.05 Peru in Vermont / Green Mountains

Wetter: Sonnig, kleine Schäfchenwolken und 260

Wir sind auf die Jagd gegangen, nein nicht nach Tieren und auch ohne Gewehr. Sondern nach weiteren überdachten Brücken (Covered Bridges) die hier typischerweise vorkommen. (siehe auch Woodstock am 20.09.)  Nun stehen die wenigsten direkt an der Strasse, so dass wir häufiger über Schotterpisten ins Hinterland gefahren sind.

Um 4pm gab es ein kleines Picknick im Grünen und Dank dem mitgebrachten Trekking-Gas-Kocher auch einen heißen Afternoon-Tea dazu.

Vieles hier erinnert an "Gold Old England" aber England hat nicht die Weites dieses Landes, keine so breiten Strassen, selbst Abseits der Highways passen locker zwei große, ich meine wirklich große Autos nebeneinander her. Und man kann sich echt ernsthaft verlaufen. Toll!

England ist kleiner, feiner, einfach nice, hier ist es great.

So hat jedes Land das Seine und es gibt viele Gründe mal dahin oder dorthin zu reisen.

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23.09.05 Peru in Vermont / Green Mountains

Wetter: Sonnig, kleine Schäfchenwolken und 260, abends und nachts um die 40

Ein bisschen Packen, ein bisschen Bummeln gehen, im Freien auf einer Bank Tee trinken dabei den vorbeiziehenden Leuten zuschauen und ein super leckeres Abendessen. So sah unser letzter Tag in Vermont aus. So richtig entspannend und mit vollem Genuß.

Das Restaurant "Mistral" lag romantisch an einem Gebirgsbach und bot sehr einfallsreiche französische Küche: "Grüner Spargel in Prosciutto eingewickelt auf einer Briesauce" mmmmhmm.

Ich glaube ich werde so langsam zu einem Bi-Trinker. Bei einem so leckeren Essen schmeckt mir statt Bier nur Wein und der empfohlene "Kendall Jackson 2003, Vinters Reserve, California" war sehr gut.

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24.09.05 Vermont-Montreal

Wetter: Sonnig bis 220 . In Montreal abends um 70 C wolkig.

Bestes Wetter zum Reisen, eigentlich aber noch besseres zm Wandern...

Egal, heute heisst es (wehmütig) Abschied nehmen von unserem Cottage und dem herrlichen Blick auf die Berge rundherum. Drehen wir uns um und schauen nach vorne, Canada winkt und somit auch Montreal und Quebec.

Die Route führt uns geradewegs nach Norden, vorbei an Burlington, einer der größten Städte in Vermont, auf die Inseln des Lake Champlain. Das Wassersportgebiet der Vermonter schlechthin (sIe haben als einziger Neu-England-Staat keinen Zugang zum Meer) ist ruhig und beschaulich. Scheint so, als ob hier alles auf den Winter wartet.

Schon kurz nach dem See geht es über einen kleinen Grenzübergang nach Canada. "Bon jour!" heisst es hier, denn wir sind in dem französischsprachigen Teil von Canada angekommen.

Trotz unserer sehr dürftigen Französischkenntnisse dennoch kein Problem. Denn es sprechen die meisten Leute auch noch englisch. Nur alle Schilder etc. sind auf französisch. Anstrengend!

Und die Leute hier sind super nett. So zum Beispiel die Rezeptionistin im Hotel, die obwohl das Hotel ausgebucht ist, irgendwoher noch ein "Non-Smoking" Zimmer herzaubert.

Oder die Empfangsdame im Restaurant, die aufgrund Ihrer Ausbildung zur klassischen Musikerin durch Ihren Lehrer viel zur richtigen Aussprache deutscher Komponisten angehalten wird. Sie schrieb unseren Namen auf Anhieb richtig und hatte während wir warteten immer noch Zeit für einen netten Plausch mit uns.

Aber es ist schon ein Schock, wenn man aus der Beschaulichkeit des Landlebens wieder in eine hektische Großstadt zu kommen.

25.09.05 Montreal

Wetter: Morgens 70C bewölkt, mittags 150 C  Regenschauer, abends 70 C bewölkt

Für Montreal hatten wir uns hauptsächlch Shopping vorgestellt, an einem Sonntag ? Kein Problem in einer "Welt-"stadt wie Montreal, hier sind die Geschäfte in der Stadtmitte auch sonntags geöffnet, allerdings "nur" von 10:00 bis 17:00 Uhr. Auch dafür, dass es häufiger Schauer gab, haben die Montrealer vorgesorgt: Die großen Einkaufspaläste (Malls) sind unterirdisch miteinander verbunden, so dass man erst gar nicht wieder raus muss. Ausser, man möchte frische Luft bekommen. Gerade für die strengen Winter ist das schon toll, haben aber andere kanadische Städte wie Toronto und Calgary auch.

Unsere Entscheidung für's Shoppen war schon gut, denn der Rest der Stadt ist auf den ersten Blick wenig interessant. Zuviel Shops und Business, kaum Platz für Flair oder ein nettes ruhiges Viertel.

Zum Abendessen haben wir eine nette Strasse gefunden mit vielen Restaurants (u.a. das einzige Hard Rock Cafe im Osten Canadas). Die Bewohner der Provinz Quebec streben schon/noch immer die Unabhängigkeit von Canada an und pflegen die Erinnerung an die Unterdrückung der Franzosen durch die Engländer und Amerikaner. Auf den Autokennzeichen steht deshalb "je me souviens" -Ich erinnere mich- und das Canada per Gesetz die Zweisprachigkeit vorschreibt ignorieren die Quebecer einfach, hier wird nur in Französisch geschrieben. Trotzdem findet man allein in dieser Restaunrantstrasse etliche englische Pub's; wir sind in den Pub namens "Churchill" gegangen.

Fazit: Nachdem wir in der Stadt Quebec waren, würden wir beim nächstenmal an Montreal vorbei fahren.

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26.09.05 Montreal - Quebec

Wetter: Regen, Regen, Regen, Rain, Rain, Rain, Pluie, Pluie, Pluie, 19 0 C

Soviel Regen, dass wir auf der Strecke teilweise einen überschwemmten Highway hatten.

Tagsdarauf las ich in der Zeitung, dass halb Neufundland unter Wasser steht!

Die Fahrt war deshalb weniger interessant, bei einem Zwischenstopp merkten wir aber der Bedienung an, dass alles "französischer" wurde, auch die Verständigung wurde aufregender.

Hinzu kommt, dass dieser Teil der Provinz Quebec zunehmend katholischer wurde, leicht zu merken an den imposanten Kirchen mit hellen, meistens Metalldächern. Selbst das kleinste Dorf hat eine (siehe links).

Unser Motel ist super, sogar die Empfangsdame konnte aufgrund einiger Jahre in der Schweiz Deutsch. Abends gab es dann im hauseigenen Restaurant ein leckeres Abendessen, natürlich mit Wein (woran man sich so alles gewöhnen kann...).

27.09.05 Quebec

Wetter: Morgens 70C, Mittags 170C, abends 110C, ganztägig Sonne

Der Regen war weg, die Wolken gingen und wir waren auf dem Weg in die schönste Stadt in Canada.

Alle Einkaufsmeilen sind weit vor der Stadt, der Stadtkern besteht fast ausschließlich aus Altstadt. Quebec hat als einzige amerikanische Stadt eine vollständig erhaltene Stadtmauer. AltQuebec wurde 1985 von der Unesco zum Weltkulturerbe ernannt. Dort stehen Gebäude, die von den ersten Siedlern 1608 erbaut wurden. Damit ist Quebec auch älteste Stadt des Kontinents. Regelmäßig hführen dort Laienschauspieler Inszenierungen aus der Geschichte Quebec auf.

Das Chateu Frontenac stammt aus dem Jahr 1883 und ist ein Hotel, dass, wie vielen andere auch, von der kanadischen Eisenbahngessellschaft gebaut wurde. Zum 100-jährigen Jubiläum stand das Schicksal des geschichtsträchtigen Hauses auf der Kippe, eine Renovierung erschien zu tauer. GOTTSEIDANK haben es sich die Inhaber anders überlegt (Wieso denke ich gerade an den Breidenbacher Hof in Düssledorf?!).

8-10 Studen Stadtbesichtigung gingen um wie im Flug, hier ist Wiederkommen angesagt, zumal es in der Umgebung auch noch viel zu sehen gibt. Vielleicht mal im Winter, wenn nicht so viele Touristen da sind ;-)!

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28.09.05 Quebec - Miramichi am Golf von St. Lorenz

Wetter: Morgens bewölkt und um die 100C , auf der Fahrt wurde es sonnig, bis 190C

Über endlos lange und auch geradlinige Highways geht es nun zwei Tage lang gen Osten.

Wir überschreiten kurz, nachdem wir den St. Lorenz Strom verlassen haben, die Grenze zwischen den Provinzen Quebec und New Brunswick (Neu Braunschweig). Das bedeutet auch Zeitzonenwechel, Uhren um eine Stunde vorstellen und wieder fast nur englisch sprechen.

Beim Überqueren der Appalachen auf ca. 300m Höhe erleben wir dann doch noch etwas Indian Summer. Aber ansonsten......es ist wohl noch zu schön und warm! (Gott sei Dank)

Die letzten 160 km, 2 Std. vor unserem Etappenziel, geht es nur durch kanadische Wälder, kein Ort, nur ab und zu eine Schotterpiste in die Wälder für die Holzfäller und ca alle 20 Minuten ein Auto. Auch bei dieser Strasse rät man von einer Benutzung im Winter ab. Verständlich; wer hier steckenbleibt, hat verloren.

Auf der Hälfte der Strecke doch noch eine einsame Hütte mit Erfrischungen, sie nennt sich "The Half way Inn".

29.09.05  Miramichi am Golf von St. Lorenz - Lunenburg (Nova Scotia)

Wetter: Morgens um 100C, tagsüber 180C, bewölkt und windig, abends und nachts stürmisch, nachts starke Schauer

Das einzige Motel in Miramichi, das noch ein Zimmer hat sieht von aussen aus wie eine Blechbaracke, aber von innen kann es sich sehen lassen. Nebst Blick vom Zimmer und dem Restaurant auf den Fluss ein angenehmer Aufenthalt.

Ein kurzer Abstecher zur Küste (Norththumberland Strait) erlaubt uns einen Blick auf die in der Ferne liegende Insel/Province Prince Edwards Island nebst der 1997 erbauten 13km langen Confederation Bridge. Damit einer der längsten Brücken der Welt.

Der Wind nimmt zu als wir die Grenze zwischen den Provinzen New Brunswick und Nova Scotia (lat. Neu Schottland) überschreiten. Ein "Welcom Center" versorgt uns mit den ersten Infos. Noch sind es aber rund 4 Stunden bis Lunenburg am Atlantik.

Vorbei an Truro, Halifax und vielen Orten die wir vom Namen her aus Großbritannien kennen gelangen wir nach Lunenburg.

Der Empfang durch die Nachbarn Kay und Rod, die sich auch um das Haus kümmern,  

wenn es unbewohnt ist,  war sehr herzlich.

Das Cottage selber ist super!!! Hier offiziell der Dank an Hubertus und Eva, die uns Ihr Cottage für eine Weile überlassen haben. Denn regelmäßig vermieten möchten sie Ihr Kleinod nicht. Verständlicherweise, denn es ist sehr privat eingerichtet und enthält viele Dinge, die die beiden sicher gut behütet wissen wollen.

 

30.09.05 Lunenburg / Mahone Bay

Wetter: Morgens 100C sonnig, tagsüber 180C sonnig

Ausspannen ist angesagt, ein bischen Wäschewaschen und ein kurzer Ausflug nach Mahone Bay, die Nachbarbucht von Lunenburg.

Hier ist am Wochenende Scarecrow Festival, deshalb kommen wir morgen nochmal wieder.

Abends genossen wir den Blick aus unserem Cottage auf die Bucht (siehe links).

01.10.05  Lunenburg / Mahone Bay "Scarecrow-Festival"

Wetter: Morgens 80C sonnig, tagsüber 190C sonnig

Wer sich gefragt hat was Sarecrows sind, kommt der Sache näher wenn er sich das Bild der Royals links anschaut. Sehen die nicht alle wie Vogelscheuchen aus?

Das ist das Motto des Festival, fast jeder kreiert seine eigene(n) Scarecrows, stellt sie in den Vorgarten und die besten werden prämiert. Daneben gibt es alles was man für eine herbstliche Deko braucht. Dazu noch Musik, Antikmärkte und einen Teashop, der den Namen zu Recht trägt. Very British, man kann losen Tee und Geschirr kaufen oder einen Tee mit Gebäck (eher kanadisch) geniessen. Wir lassen uns da nicht zweimal bitten.

 

Weitere Scarecrows

02.10.05 Lunenburg / Hirtle's Beach

Wetter: .Morgens 80C sonnig, tagsüber 210C sonnig (gefühlte 240C)

Wer bei so einem Wetter nicht an den Strand geht ist selber schuld. Gesagt getan!

Wir sind rund zwei Stunden am Strand gelaufen, haben die Füsse ins Wasser gesteckt (brr, war doch schon recht kalt) und ein kleines Picnic abgehalten.

Ohne Sonneschutz natürlich, wir haben ja Anfang Oktober.

Irgendwie hatten wir abends rote, heiße Köpfe komisch ? ;-)

03.10.05 Lunenburg / Bridgewater

Wetter: Morgens 90C sonnig, tagsüber 200C sonnig, leichter Wind (gefühlte 220C)

Unsere Vorräte sind aufgebraucht, deshalb machen wir uns auf den Weg in die nächstgrößere Stadt Bridgewater (die zwei Supermärkte in Lunenburg kennen wir schon).

Ausser einer Shoppingmall, einem Kino und einem großen tollen Supermarkt gibt es weder von Bridgewater etwas zu berichten noch zu fotografieren. So sehen viele Städte hier aus, no Highlights, no Downlights.

Aber das Einkaufen im Supermarkt macht Spass, denn soviel Auswahl an frischem Gemüse und Obst gibt es in Deutschland kaum. Hinzu kommt noch reichhaltig  frische Seafood. Da hier viele Deutsche leben, gibt es auch Pumpernikel und Roggenbrot, sowie ab und zu eine Gruppe die Deutsch spricht "Günther, hast Du noch genug Toilettenpapier?". Nur kleine Chipstüten gibt es nicht, nur ganz große, die sind eher was für 4-6 Personen.

So gab es einen lockeren Ausklang des Tages. Sogar Rehe waren zu einem kurzem Besuch bei uns auf der Wiese, oder waren doch eher die Äpfel der Grund für den Besuch?

Apropos Tiere, Spinnen fühlen sich auf unseren Deck auch sehr wohl. Zu Ansicht nur eine von ca. 10 Topexemplaren.

Es ist herrlich auf der Veranda (Deck) zu stehen, es ist stockduster und man sieht zigtausende von Sternen, kann Sternbilder und den Verlauf der Milchstrasse erkennen. (bei uns in ME kann man bei weitem nicht soviele Sterne sehen, denn es ist zu hell und die Luft zu dreckig).

Ich habe mir dazu noch Musik aus Starlight-Express auf die Ohren getan und war glücklich und zu frieden.

04.10.05 Lunenburg / Halifax

Wetter: Morgens 120C nebelig, tagsüber 220C sonnig (gefühlte 240C)

Die Hauptstadt von der Provinz Nova-Scotia ist von Lunenburg ca. 1Std. Autofahrt entfernt und mit 115.000 Einwohner auch die größte Stadt. Ihr gegenüber auf der anderen Flußseite liegt die Schwesterstadt Dartmouth. Da beide in einer tief ins Landesinnere ragenden Bucht liegen, die dazu noch im Winter eisfrei bleibt, hat Halifax immer schon eine strategische Bedeutung besessen. Davon zeugt auch die Zitadelle. Gegründet wurde Halifax 1749 von den Briten, was man manchmal der Stadt noch anmerkt.

Die Stadt ist nicht riesig aber so groß, dass man in einem Tag nicht alles Wichtige sehen kann. Wir haben uns daher zunächst für Downtown und den alten und neuen Hafen entschieden.

            

05.10.05 Lunenburg

Wetter: Morgens 140C sonnig, tagsüber 240C sonnig (gefühlte 260C in der Sonne)

Warum immer in die Ferne schweifen, wo doch das Gute so nahe liegt. Die "Altstadt" von Lunenburg war unser heutiges Ziel.

Es ist übrigens der vierte Tag in kurzer Hose und mit Sonnenmilch. Heute auch in Sandalen, welches Datum haben wir gleich noch??

Aber das Wetter hält den Lauf der Zeit nicht auf, es ist seeeehr ruhig im Dorf, fast schon beschaulich.

Die Souvenierläden sind "ausgeplündert" und kurz davor für die Winterzeit zu schließen. Dann wird es wohl noch ruhiger ;-).

1753 gründeten Deutsche und Schweizer die Stadt. Die Holzarchitektur ist seit 250 Jahren fast vollständig erhalten, so dass die Unesco Lunenburg zum Weltkulturerbe ernannte.

Der Stolz von ganz Nova Scotia liegt hier im Hafen, die Bluenose II (benannt nach den kalten blauen Nasen der Seeleute). Die Bluenose I lief 1921 hier vom Stapel und war bis 1938 der schnellste Schoner in ganz Amerika. Nach Ihrem Verkauf in die Karibik 1942 lief sie 1946 vor Haiti auf ein Riff und sank. Zur Erinnerung baute man 1963 die Bluenose II exakt nach den Plänen des original Schoners. Jetzt kann man sie Mieten oder Rundfahrten mitmachen.

Das geht aber im Oktober nicht mehr, denn in der Off-Season wird das Schiff gewartet und wintertauglich gemacht. Schon mal ein Gerüst auf einem Schiff gesehen?

06.10.05 Lunenburg / Kejimkujik Nationalpark

Wetter: morgens Nebel und um 140C, nachmittags stark bewölkt, abends Nieselregenschauer

Endlich Indian Summer...

 

07.10.05 Lunenburg  / Lighthouse Route Richtung Halifax

Wetter: Morgens und abends nebelig 140C, tagsüber teilweise Nebel oder Sonne 18- 240C

Seit nunmehr 2 Tagen haben wir morgens und abends eine "Begleitmusik": Tuuuuuuuut alle 15 Sekunden. Na was ist das ?

Richtig ein Nebelhorn, bzw. das Nebelhorn von Lunenburg.

 

08.10.05 Lunenburg / Halifax Farmersmarket

Wetter: Morgens nebelig 140C, tagsüber teilweise Schauer, wolkig 210C schwülwarm, abends Daueregen (wirklich nonstop)

Am 8. Oktober im T-Shirt durch warmen Regen, so waren wir in Halfix unterwegs und dabei in bester Gesellschaft.

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Kino in Bridgewater

09.10.05 Lunenburg

Wetter: Regen, Regen, Regen, nonstop 12-140C, abends dazu noch heftiger Wind. Das Wasser steht auf den Strassen, der Windsack steht wagerecht. Es gibt eine "Unwetter"-Warnung für diese Region

Bei dem Wetter bleibt einem nur der gemütlich Teil zu Hause. Trotzdem waren wir nachmittags in Mahone Bay im Inlet Cafe Teetrinken und, man höre und staune, Scone's essen.

Abends sind wir in Bridgewater ins Kino gegangen, im Umkreis von ca. 100km das einzige. Kein Mäusekino, sondern nach aktuellem technischen Stand eingerichtet mit 7 Säalen. Der Film, den wir uns ausgesucht hatten, war "In her shoes". Eine Komödie mit Cameron Diaz und Shirley MacLaine.

Nach der Werbung ging das Licht an und wir dachten, dass entweder eine Eisverkäuferin reinkommt oder es einige Minuten dauert, bis der Hauptfilm anfängt. Plötzlich stürmte eine junge Dame vom Kinopersonal mit Headset in den Saal und erklärte es gäbe technische Probleme. Sie sprach dann über das Headset mit der Kollegin im Filmvorführraum und diese ließ den Film anlaufen, nur ohne Ton. Sie probierte einiges aus, aber es half nichts. Darauf machte uns die Dame das Angebot entweder Geld zurück plus 3 $ Gutschein für den nächsten Besuch oder einen anderen Film unserer Wahl.

Wie der Zufall es will hatten wir auch überlegt in den Film "Flightplan" mit Jodie Foster zu gehen. Der fing in 10 Minuten an. Also Sachen packen, Kino wechseln, Washrooms (Toiletten) besuchen und die Werbung für kommende Filme nochmal sehen. War prima, denn so verstand man beim zweiten mal etwas mehr. Der Film war übrigens sehr gut, ohne mehr zu verraten.

Die Rückfahrt war mehr ein Rück-"schwimmen", denn die Strassen waren zum Teil überschwemmt vom Regen, der immer noch unaufhörlich niederprasselte. Dies zum Teil wagerecht, denn während wir im Kino waren ist noch ein in Böen stürmischer Wind dazu gekommen.

Wusste gar nicht, dass man auf 10m Weg (vom Wagen in unser Cottage) so nass werden kann.

Nun sitze ich hier, schreibe diese Zeilen (es ist  23:02 Uhr Ortszeit) und höre dem Wind und dem Regen zu wie er gegen unsere Scheiben prasselt. Mal schauen, ob man dabei schlafen kann. Die Kellnerin im Cafe behauptete, der Regen hielte bis Donnerstag an. Das würde ein nasser Abschied von Canada werden, so lang nur die Fähre auch fährt......

Wer hat eigentlich gesagt, dass der dringend benötigte Regen in diesen paar Tagen fallen muß?

 

10.10.05 (Thanksgiving) Lunenburg

Wetter: Regen, Regen, Regen, nonstop 12-140C, nachmittags Übergang zu heftigen Schauern, aber auch trockene Stunden

Wir haben es uns vormittags im Cottage gemütlich gemacht. Nachmittags waren wir in Mahone-Bay Tee trinken und am späten Nachmittag liefen wir einmal um Lunenburg herum. Es war zum größten Teil die zurücktgebaute Eisenbahntrasse, die man noch zig Kilometer weiter laufen könnte.

 

11.10.05 Lunenburg

Wetter: Morgens ein bis zwei Schauer, mittags bewölkt 10-120C, nachts unter 100C

 

12.10.05 Lunenburg (CAN) - Bar Harbor (USA)

Wetter:

 

13.10.05

Wetter:

 

14.10.05 Bar Harbor-Boston - Zürich

 

15.10.05 Zürich - Düsseldorf


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